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The Qinghai-Tibet-Railway

Der Südwesten Chinas befindet sich in durchschnittlich 4.000 Meter Höhe, die bekannte Qinghai-Tibet-Hochebene. Sie bildet topografisch die höchste Stufe Chinas und ist auch die höchste Hochebene der Erde, weshalb sie als das " Dach der Welt" bezeichnet wird.

Das Autonome Gebiet Tibet ist die einzige Provinz, in der es bislang keinerlei Eisenbahnlinien gab. Seit langem litt die wirtschaftliche entwicklung in Tibet unter der unterentwickelten Verkehrs-infrastruktur. Bergbau-, Agrar- und Viehzuchtprodukte aus Tibet konnten nicht in andere Landesteile transportiert werden, andererseits konnten aber auch Industrie- und Alltagsartikel aus anderen Regionen Chinas nur mit großem technischen und finanziellen Aufwand nach Tibet gebracht werden. Dadurch blieb die wirtschaftliche Entwicklung in Tibet hinter der anderer Regionen zurück.

Derzeit ist die materielle Versorgung in Tibet hauptsächlich vom Straßentransport abhängig. Obwohl 4 Autostraßen aus anderen chinesischen Regionen nach Tibet führen, kann wegen der klimatischen und geographischen Bedingungen des Qinghai-Tibet-Plateaus nur eine davon, nähmlich die Qinghai-Tibet-Straße, zu allen vier Jahreszeiten befahren werden. Damit ist diese Straßenverbindung völlig überlastet, denn mehr als 80% aller Transporte zwischen Tibet und anderen chinesischen Regionen werden über diese Verbindung abgewickelt.

Die chinesische Regierung hat schon in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts geplant, eine Eisenbahn zwischen Xining(Hauptstadt der Provinz Qinghai), und Lhasa (Hauptstadt von Tibet) zu bauen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 1.956 km. Die Bauarbeiten für den ersten Abschnitt, zwischen Xining und Golmud, wurden im Jahr 1978 beendet. Die Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt (zwischen Golmud und Lhasa) wurden 2001 mit der Genehmigung des Staatsrates begonnen. Die Eisenbahnverbindung von Qinghai nach Tibet verlangt wegen der geographischen Besonderheiten ingenieurtechnische Meisterleistung und findet entsprechendes Interesse in aller Welt. Nach der Fertigstellung der Bauarbeiten im Juni 2006 wird die 1.118 km lange Qinghai-Tibet-Eisenbahn Chinas sein.

Der Abschnitt von Golmud nach Lhasa wird voraussichtlich reichlich 26 Milliarden Yuan(ca. 2,6 Milliarden Euro) kosten, die die Zentralregierung zur Verfügung stellt. Laut Plan sollen auf der zweigleisigen Strecke allein 8 Zugpaare- also 16 Züge- für den Passagierverkehr eingesetzt werden. Zudem sollen 5 Millionen Tonnen Güter befördet werden.

Beim Bau der Qinghai-Tibet-Eisenbahn legt man großen Wert auf den örtlichen Umweltschutz. Dafür wurden insgesamt 1,2 Milliarden Yuan(ca. 120 Millionen Euro) investiert. Die Gesellschaft für den Bau der Qinghai-Tibet-Eisenbahn hat mit den Umweltschutzbehörden Qinghais und Tibets einen Verantwortungs
-Vertrag über ein Umweltschutz-Überwachungssystem eingerichtet, das das erste seiner Art in der chinesischen Geschichte des Eisenbahnbaus ist.

Brückebau auf Hochland Diese Bahn ist die weltweite höchste und längste Eisenbahn durch eine Hochgebirgsregion. Die Strecke über das Tanggula-Gebirge überquert beispielsweise eine Pass-Höhe von 5.072 Metern über dem Meeresspiegel, und rund 900 Kilometer der Bahnlinie verlaufen in mehr als 4.000 m Höhe über dem Meeresspiegel. Nach Fertigstellung wird diese Eisenbahnlinie quer durch Qinghai und Tibet verlaufen und die beiden Gebiete mit dem Binnenland verbinden. Sie wird zu einem Verkehrweg von strategischer Bedeutung und gleichzeitig zu einem wichtigen Bestandteil des Hauptverkehrsnetzes in Westchina.

Dank dieser Schlagader wird die Wirtschaft in Qinghai und Tibet sozusagen auf das Gleis einer nachhaltigen Entwicklung gebracht werden. Der einzigartige Ressourcenvorteil in der Region wird in vollem Maße entfaltet und das Leben verschiedener Nationalitäten entlang dieser Eisenbahnlinie wird sich gründlich verändern.

Nicht zuletzt hat die Eisenbahn Qinghai-Tibet auch eine touristische Bedeutung. Nach der Fertigstellung der Linie wird den Touristen eine noch sichere, bequemere und günstigere Verkehrsmöglichkeit angeboten. Zweifellos können mit der Verbesserung der Verkehrslage dann immer mehr Leute nach Tibet reisen und die schöne Landschaft und die geheimnisvolle tibetische buddhistische Kultur kennenlernen.

 


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